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Ach Träume...

...sollte die nicht jeder haben?

Träumen, herum spinnen, mit der besten Freundin ein Imperium aufbauen. Was soll anderes herauskommen, wenn man mehr als acht Stunden am Tag mit der besten Freundin verbringt? Ach ja, die „Guten alten Zeiten“! Wenn man es genau nimmt, sind ja eigentlich immer gerade jetzt die „Guten alten Zeiten“, an die wir uns in zehn Jahren zurücksehnen werden. Das stimmt wirklich! Meine lieben, klugen und philosophischen Kollegen haben mir vor ca. zehn Jahren eine Karte geschenkt, auf der genau dies steht und ich habe sie zufällig letzte Woche in einem Lieblingsbuch von mir wieder gefunden und habe mich prompt an die „Guten alten Zeiten“ erinnert.

Aber nun zu dem Gesponnenem: Wie schon erwähnt habe ich mit meiner besten Freundin mehr als acht Stunden am Tag zusammen verbracht, das ist mehr als mit dem eigenen Partner. Sogar ein Büro haben wir uns geteilt und das ca. fünf Jahre. Der Gedanke daran zaubert gerade ein dickes Lächeln in mein Gesicht und ich erinnere mich gerne an die besagten „Guten alten Zeiten“.

Wir haben viel gekichert, geschuftet, gezickt, Kaffee getrunken, Kekse geknabbert und gebastelt. Ach, was haben wir uns nicht immer zu irgendwelchen Geburtstagen ausgedacht, geklebt, geknickt und wieder gekichert, um dann ein freudiges, strahlendes Gesicht als Lohn zu kassieren.

Bis der erste Gedanke kam: „Warum machen wir uns eigentlich nicht selbständig?“. Ach, das wäre es doch. Wir bieten unsere technisch erlernten und kreativ angeborenen Dienste an. Im Angebot wären technische Zeichnungen, Lehrstunden für AutoCAD, Entwerfen von Hochzeitszeitungen, Einladungen, dies Gebastelte und jenes, Hilfestellungen, na eben immer ganz individuell ... oh welch ein Traum.

Natürlich würde unser kleiner Laden zu einem Imperium heranwachsen. So das wir später nur noch mit unserem Sportwagen vorfahren müssen, um nach den Rechten zu sehen. Wir können nach unserer Sympathievorstellung einstellen und natürlich würden wir auch das Äußere nicht außer acht lassen. Uns schwebten da ein paar junge, kreative, dynamische „es ist halb eins“-Kerle vor, oder Mädels, die uns wohlgesonnen sind und unseren Status „Engelchen vom Chef“ ohne Neid akzeptieren. Wir müssen nur noch winken wie die Queen, natürlich nur damit die Oberarme nicht so im Wind flattern, man wird ja schließlich auch nicht jünger.

Doch jedes Imperium hat einen kleinen Anfang und nun stand die Überlegung an, wie soll der kleine gemütliche Laden für uns zwei zum selber schuften eigentlich heißen? Doch es dauert gar nicht lange und aus meiner Freundin sprudelte „Uschis Fummelstube„ heraus, ein kurzer Blick, ein kurzes Kichern und schwupps, seit diesem Tag, es war ca. anno 1997, träumen und spinnen wir herum von und über Uschis Fummelstube.

Einmal angefangen rumzuspinnen sind wir nicht mehr zu bremsen, ein Slogan für Werbezwecke muss her. Also wird weiter gekichert, gesponnen und raus kam der perfekte Werbespruch „Uschis Fummelstube, Dienstleistungen aller Art, wir fummeln uns da schon durch“.

Über Jahre halten wir daran nun schon fest, doch wir stoßen immer wieder auf phantasielose, inkompetente Kritiker. Es würde sich, spitz formuliert, anrüchig anhören...so ein Quatsch!

Aber gut, dann tarnen wir das Ganze halt. Für all die, die nicht so ganz unsere Sprache sprechen. Na, ich geb ja zu, dass diese auch manchmal etwas eigentümlich ist. Wie grade erst der Freund meiner Freundin sagte: „Es ist beängstigend, wie wir miteinander kommunizieren, das wären ja nicht einmal mehr halbe Sätze“. Wir verstehen das zwar nicht ganz, sind aber immer sehr tolerant anderen gegenüber und nutzen die Gelegenheit weiter zu spinnen. Okay, eine Tarnung. Also schreibt die Kleene der Großen eine E-Mail, denn leider verbringen wir keine acht Stunden mehr am Tag zusammen, weil man manchmal im Leben unfreiwillig getrennt wird, aber der mentalen Zusammengehörigkeit tut das keinen Abbruch und wozu gibt es Wunderwerke der Technik.

Die naheliegende Lösung ist die Abkürzung „ufs“. Doch sieht es geschrieben doch unvollendet aus und in der Aussprache fehlt die nötige Tiefe. Nun gut, wir sind doch auf der Seite Gesponnenes, dann machen wir doch damit auch weiter. Die kleine Stube geht einen kleinen Schritt auf das Imperium zu und wird ausgebaut zum „uffs“ – Uschis Famose Fummelstube.

Nun, zu guter Letzt, um sich nicht ganz zu verspinnen, möchte ich doch anmerken, dass auch viel Ernsthaftes in diesem Gesponnenen liegt, es ist unser Traum und vielleicht wird das „uffs“ ja doch noch einmal wahr und wenn es auch kein Imperium wird, zu zweit würde reichen, damit wir wieder den ganzen Tag kichern, schuften, zicken, Kaffee trinken, Kekse knabbern, basteln können und die „Guten alten Zeiten“ genießen, an die wir uns zehn Jahren später so sehnsüchtig zurücksehnen werden.

 
 
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